GELENKSERKRANKUNGEN
chronische Erkrankungen des
Gelenks
Nicht wenige Autoren schreiben den Begriff "Gelen kerkrankungen" mit s (Gelenkserkrankungen).
Der Bewegungsapparat des Menschen besteht aus Gelen ken, Knoc hen, Knorpel, Bänder, Mus keln und Se hnen. Gelen ke haben die Aufgabe, Knoc hen untereinander beweglich zu verbinden.
Man unterscheidet:
"unechte" Gelen ke (Synarthrosen) und
"echte" Gelen ke (Diarthrosen)
Bei den
unechten Gelen
ken
sind zwei Knoc
hen
lediglich über ein bestimmtes Füllmaterial miteinander verbunden. Der
Bewegungsumfang ist gering.
Beispiel: Bandscheiben verbinden die Wirbelkörper miteinander
Ein echtes Gelen
k
zeichnet sich dadurch aus, daß die
Knoc
hen
durch einen Gelenkspalt voneinander getrennt sind.
In unserem Körper befinden sich verschiedene Gelenktypen. Alle besitzen jedoch
folgende Strukturen:
das Gelen k wird von einer Kapsel eingehüllt. Die innere Schicht dieser Gelenkkapsel (Membrana synovialis) sondert ein Flüssigkeit ab, die als "Schmiermittel" dient
Gelenkkopf und Gelenkpfanne, und
Knorpel bedeckt die Gelenkflächen
Wenn Sie genaueres über den Aufbau der Gelen ke erfahren möchten, so können wir Ihnen diese Internetadresse empfehlen: http://www.medizinfo.de/rheuma/anatomie/gelenke.htm
Nun aber zum eigentlichen Thema "Gelenks erkrankungen"
Gelenkserkrankungen betreffen hauptsächlich den Knorpel und die Membrana Synovialis (= die Innenhaut der Gelenkkapsel), mit sekundär (= nachfolgenden) entzündlichen und nichtentzündlichen Vorgängen.
Man unterscheidet (chronische) Gelenkserkrankungen nach ihren
Ursachen:
(modif. nach Roche)
Metabolische (=
stoffwechselbedingte) Gelenkserkrankungen infolge
a) Hyperurikämie (= erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes),
es kommt zur Arthri tis u
rica (Gichtarthritis)
b) Xanthomatose (=
kleine, gutartige Tumore bei Fettstoffwechselstörungen), hpts. El lenbogen-, Kniegelen ke
c) Chondrokalzinose (=
relativ seltene Krankheit mit Verkalkungen des Gelenkknorpels)
d) Hämochromatose
(= Eisenspeicherkrankheit infolge Eisenüberladung des Organismus,
auch der Gelen ke)
Endokrine (=
durch Funktionsstörung von Drüsen verursachte) Gelenkserkrankungen
infolge
a) Hypothyreose (=
Unterfunktion bis hin zu Funktionsausfall der Schilddrüse)
b) Diabetes mellitus (=
Zuckerkrankheit)
Koagulopathische
(= durch eine Störung der Blutgerinnung hervorgerufene)
Gelenkserkrankungen
infolge
Einblutung ins Gelen k
Hämatologisch
(= aufgrund von Blutkrankheiten) bedingte
Gelenkserkrankungen
infolge
a) Leukosen (=
bösartige Umwandlung/ Entartung blutbildender Zellen)
b) Sichelzellanämie (=
Blutarmut mit Bildung von sog. Sichelzellen bei krankhaft verändertem
Blutfarbstoff)
Neurologisch (=
Nervensystem-) bedingte
Gelenks erkrankungen
a) Syringomyelie
(= eine Erkrankung des Rückenmarks)
b) Lepra (= eine schleichend beginnende, tropische
und subtropische ansteckende Krankheit)
Degenerativ (= die Abnutzung betreffende) bedingte Gelenkserkrankungen, hpts. Arthrose
Rheumatisch bedingte Gelenkserkrankungen, z.B. die rheumatoide Arthritis
Infektiös bedingte Gelenkserkrankungen: a) z.B. direkte infek tiöse Art hritis (= infektiöse Gelenkentzündung), meist bakteriell, seltener vi ral und b) reak tive (infek treaktive) Gelen kentzündungen
Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Schmerzen, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Länger bestehende, schmerzhafte Gelenkserkrankungen erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei schmerzhafte n Gelenkserkrankungen sind dies:
Information über die Erkrankung
Medikamentöse Behandlung (u.a. Analgetika, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
Krankengymnastik und andere Anwendungen zum Erhalt der Gelenkfunktion bzw. -verbesserung
Evtl. Magnetfeldtherapie
Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
Medikamentöse Behandlung bei schmerzhafte n Gelenkserkrankungen:
Akut und subakut können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel), aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®. Besonders magenschonend und ebenfalls entzündungshemmend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Celecoxib (Celebrex ®) oder Valdecoxib (Bextra®).
Bei schmerzhafte n Gelenks erkrankungen hat sich insbesondere die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) sehr bewährt, und zwar in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen z.B. entzündliche Prozesse sicher ab. Hinzu kommt die überaus wichtige Tatsache, daß bei einer verbesserten, lokalen (= örtlichen) Durchblutung auch spezifische Medikamente (im Falle der in fektiösen Arthri tis Antibiotika, evtl. antivi rale Substanzen oder auch Antimykotica (= Mittel gegen Pilze)) viel besser und effektiver wirken können. Eine gute Durchblutung wirkt auch degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegen.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":
Nervus femoralis (vorderer
Oberschenkelnerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des
Oberschenkels her, handbreit unterhalb des Leistenbandes mit einer Kanüle in der
Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung
des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3
Wochen spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte
örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir die Konzentration des Wirkstoffes
so, daß die grobe Kraft und damit die Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die
Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
Anwendungsbereiche:
Kniegelen
k
und z.T. oberes Sprunggelen k
Gegen Schmerzen im Hü ftgelenk kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.
N.
isch
iadicus: Bei dieser
Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem
Gesä
ß,
den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen
Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (Gewebsumhüllung) ein. In den
folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine
verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach
Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer
Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit.
Anwendungsbereiche:
Gelen
ke im Fu
Plexus brachialis: Die Einpflanzung des Katheters erfolgt nahe der Achselhöhle am inneren Obera
Wenn chronische Schmerzen aufgrund von Gelenkserkrankungen längerfristig bestehen, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
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P Pelvipathie,
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Q
R
Reaktive Gelenkentzündung,
Rheumatoide-Gelenkentzündung, Rippenschmerzen,
Rückenschmerzen (1),
Rückenschmerzen
(2),
S
Sakroiliakalgelenk,
Schambeinschmerzen,
Schläfenkopfschmerzen,
Schmerzbehandlungen,
Schmerzen im Abdomen,
Schmerzen im Arm, chronische
Schmerzen in der Bauchhöhle,
Schmerzen im Bauch,
Schmerzen im Becken,
Schmerzen im Bein, Schmerzen in den Beinen,
Schmerzen bei Berührung,
Schmerzen bei Entzündung,
Schmerzen bei Berührungen,
Schmerzen bei Bewegung,
Schmerzen bei Bewegungen,
chronische Schmerzen in der Blase,
Schmerzen im Brustbein,
Schmerzen im Brustkorb,
Schmerzen in der Brust,
Schmerzen im Darm,
chronische
Schmerzen in den Extremitäten,
Schmerzen in den Fersen,
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Schmerzen in der Flanke, Schmerzen im Fuß,
Schmerzen in der Fußsohle,
Schmerzen im Gelenk, Schmerzen im Gesicht,
Schmerzen in den Gliedern, Schmerzen in der Harnblase,
Schmerzen im Hoden, Schmerzen in der Hüfte,
Schmerzen im Hüftgelenk,
Schmerzen im Kiefer, Schmerzen im Kiefergelenk,
Schmerzen im Kniegelenk, Schmerzen im Knochen, Schmerzen im Kopf, Schmerzen
im Knie,
Schmerzen im Kreuz, Schmerzen im Leib,
Schmerzen in der Leiste, Schmerzen im Oberbauch,
Schmerzen im
Unterarm, Schmerzen im Oberkiefer, Schmerzen im Rücken,
Schmerzen
in der Schulter,
Schmerzen in der Scheide, Schmerzen im
Schultergelenk,
Schmerzen im Thorax, chronische
Schmerzen im Unterbauch,
Schmerzen in den Waden, Schmerzen im Unterleib,
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Steißbeinschmerzen,
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